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05.04.2013

Zehn Prozent höherer Gasverbrauch

Stadtwerke Böhmetal erwarten aber keine gravierenden Nachzahlungen für Kunden

Gefühlt dauert dieser Winter schon eine kleine Ewigkeit. Immer mehr Verbraucher zittern daher nicht nur wegen des eisigen Windes,  sondern auch vor dicken Nachzahlungen bei den Heizkostenabrechnungen. Je länger das Thermometer im Frühling Minustemperaturen zeigt, desto dicker und damit bedrohlicher werden die Schlagzeilen. Martin Hack, Geschäftsführer der Stadtwerke Böhmetal, hat jetzt Befürchtungen relativiert: Wenn der Erdgasverbrauch in den kommenden Monaten auf dem Niveau des Vorjahres liege, müssten Verbraucher nach dem eisigen Monat März nur von einem Jahresmehrverbrauch von etwa fünf Prozent ausgehen.

Walsrode (es).  Gefühlt habe das erste Quartal des neuen Jahres durchgehend winterliche Temperaturen gehabt. Stimmt aber nicht, sagt die Verbrauchsstatistik der Stadtwerke Böhmetal. Im Januar und Februar haben danach die Verbrauchsmengen sogar um rund zwei Prozent unter dem Erdgasbezug des Vorjahres gelegen. Im Monat März ist allerdings auf die Gefühle Verlass gewesen. Der Verbrauch lag deutlich über den Werten des Jahres 2011. „Wir rechnen damit, dass der Gasbezug im ersten Quartal dadurch um rund zehn Prozent über den Vorjahreswerten liegen wird“, so Martin Hack.

Wenn sich die nächsten Monate normal entwickelten, sei aufs Jahr gerechnet mit einem Mehrverbrauch von fünf Prozent zu rechnen. Für einen Haushalt mit einem Erdgasbedarf zwischen 15.000 und 20.000 Kilowattstunden bedeute dies Mehrkosten zwischen 50 und 60 Euro gegenüber der letzten Jahresrechnung.

Allerdings hätten Zwischenbefragungen in Privathaushalten gezeigt, dass es keine durchgängige Verbrauchsänderung gebe. In besser gedämmten Gebäuden oder Neubauten seien die Verbrauchswerte nur gering gestiegen.

Was können die Verbraucher tun, um sich vor einem kräftigen Nachschlag bei der Abrechnung zu schützen? Gezielte Maßnahmen zum Energiesparen seien moderne Heizungsanlagen und wirtschaftlich sinnvolle Wärmedämmmaßnahmen. Nicht zuletzt könne das persönliche Heizverhalten dem hohen Energiebedarf bei kalter Witterung entgegenwirken, meint Stadtwerke-Vertriebsleiter Thomas Heine.

Falls sich im Laufe des Jahres trotzdem ein stark erhöhter Jahresverbrauch abzeichne, würden die Stadtwerke Böhmetal wie in der Vergangenheit eine für die Kunden sinnvolle und bezahlbare Lösung vereinbaren. „Erfreulich ist für unsere Kunden, dass die Stadtwerke die Gaspreise jetzt schon im fünften Jahr stabil halten“, hebt Geschäftsführer Hack hervor.

Lieferprobleme haben die Stadtwerke Böhmetal trotz der anhaltenden Kälte übrigens nicht. Die Gasbeschaffung erfolge sehr flexibel, so dass auch notwendige größere Mengen ohne Probleme zu beschaffen seien. „Aufgrund der sich immer weiter öffnenden Beschaffungsmöglichkeiten ist es bei dem aktuellen Marktangebot auch ohne Schwierigkeiten möglich, ausreichend Menge nachzuordern“, so Hack.

© Walsroder Zeitung